Neues Buch beleuchtet Archäoastronomie und Architektur von Göbekli Tepe

Forscher D. Sennfelt veröffentlicht eine neue Studie über Himmelsausrichtungen und Symbolik in Göbekli Tepe.

Ein umfassendes neues Forschungswerk über die älteste Monumentalanlage der Menschheit, Göbekli Tepe (Girê Mirazan) bei Riha (Şanlıurfa), ist auf globalen Buchplattformen unter dem Titel "The Gobekli Gates: The Doors of the Old World" erschienen. Verfasst vom Schweizer Mediziner und Forscher Dr. Diogo Sennfelt (D. Sennfelt), widmet sich das Buch den astronomischen Ausrichtungen, der Monumentalarchitektur und der uralten Symbolik dieser neolithischen Kultstätte.

Laut Amazon erschien die digitale Kindle-Ausgabe am 13. September 2026 mit 248 Seiten. Das Werk bietet eine schlüssige Synthese zur Klärung der seit Jahrzehnten kontrovers geführten archäoastronomischen Debatten über die Ausrichtung der T-förmigen Pfeiler.

Die jahrzehntelange Debatte zweier astronomischer Schulen

Göbekli Tepe, dessen Ursprünge über 11.500 Jahre in das präkeramische Neolithikum zurückreichen, gilt als das älteste monumentale Heiligtum der Welt. Unter Astrophysikern und Archäoastronomen bestand jahrelang ein reger Diskurs über die Orientierung der T-Pfeiler: Auf welches Himmelsgestirn blickten die zentralen Monolithen?

  • Die Sirius-Schule: Im Jahr 2013 formulierte der italienische Astrophysiker Giulio Magli vom Politecnico di Milano eine prominente Hypothese. Er postulierte, dass die zentralen T-Pfeiler auf den Aufgang von Sirius, dem hellsten Stern des Nachthimmels, ausgerichtet waren, als dieser nach Jahrtausenden wieder über dem südlichen Horizont sichtbar wurde.
  • Die Deneb-Schule: Andere Forscher, darunter der spanische Astronom Juan Antonio Belmonte und der britische Autor Andrew Collins, vertraten die Auffassung, dass die Hauptachse nach Norden auf den Stern Deneb im Sternbild Schwan orientiert war.

Sennfelts Synthese: Beide Hypothesen treffen zu

In seinem neuen Buch präsentiert Dr. Sennfelt eine fundierte Synthese und weist nach, dass beide Ansätze zutreffen. Den Berechnungen zufolge verband die Achse der beiden zentralen T-Pfeiler zwei Himmelskörper zur selben Epoche: am südlichen Horizont den Aufgang des Sirius und am nördlichen Horizont den Untergang des Deneb.

Diese zweiseitige Himmelsachse über Riha existierte exakt zwischen 10.900 und 7.500 v. Chr. – genau in dem Zeitalter, in dem Göbekli Tepe errichtet und von Jäger-Sammler-Gemeinschaften genutzt wurde.

Präzession der Erdachse und Ausrichtung neuer Steinringe

Aufgrund der Präzession der Erdachse wandern die sichtbaren Positionen der Sterne im Laufe der Jahrhunderte. Die Erbauer von Göbekli Tepe waren sich dieser Naturerscheinung bewusst. Beim Bau nachfolgender Steinringe (wie den Gehegen A, B, C und D) passten sie den Winkel der zentralen Pfeiler schrittweise an, um die Verbindung zum Kosmos aufrechtzuerhalten.

Kosmologische Symbolik: Ei, Nest und Schwan

Das Buch interpretiert auch die tiefere Ikonographie der Reliefs auf den Pfeilern, in denen die Schöpfungserzählung von kosmischem Ei, Nest und Schwan ihren Niederschlag findet:

  • Ein Pfeiler zeigt den Fuchs, die Mondsichel und das Siebengestirn (Plejaden).
  • Der Zwillingspfeiler trägt das Relief des kraftvollen Auerochsen als Sinnbild für irdische Stärke und Vitalität.

Verbindung zur Taş Tepeler-Kultur

Sennfelt erweitert den Blick auf benachbarte Fundorte des Taş Tepeler-Netzwerks, darunter Karahan Tepe, Sayburç, die Statue des Urfa-Mannes sowie Kultquellen, und verknüpft sie mit unterirdischen Anlagen wie Derinkuyu in Kappadokien.

Über den Autor: Dr. Diogo Sennfelt

Dr. Diogo Sennfelt ist ein Schweizer Mediziner, Facharzt für Psychiatrie und unabhängiger Forscher auf dem Gebiet alter Kulturen und Archäoastronomie. Zu seinen früheren Veröffentlichungen gehören die Trilogie "Memories of Atlantis" ("Codex Atlantis"), das Werk "Moses: The African Origins of the Covenant" (2026) und "The Book of Heaven: The Wisdom of the First Astronomer".

Fazit

"The Gobekli Gates: The Doors of the Old World" eröffnet neue Perspektiven auf das astronomische Wissen und die handwerkliche Meisterschaft der Menschheit vor über 11.500 Jahren.

Foto: Amazon